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Barbara Hast Porzellan Poesie

Beim Anblick der Porzellanobjekte von Barbara Hast gerät man unvermittelt ins Staunen: Was ist denn das? Klein und fein, rund wie pralle Früchte, auf zierlichen Schnörkelbeinen, stehen sie beieinander. Zarte Schlickerdekore sitzen erhaben auf matten und glänzenden Oberflächen.
Portrait_portrait11 Barbara Hast lebt und arbeitet im holsteinischen Neuendorf - fern ab von Trends und Moden. Auch ihre keramische Ausbildung war eher handwerklich solide als künstlerisch inspiriert.
"Es gibt nichts Spektakuläres zu berichten" lacht sie, "ich folge meinen eigenen Ideen und experimentiere bis es genauso ist, wie ich mir das vorstelle." Geradezu liebevoll berichtet sie von ihrer Arbeit: witzig, präzise und mit leuchtenden Augen.

Sie dreht die Objekte von Hand aus feinster Porzellanmasse. Während genau abgepasster Phasen des Trocknungsprozesses schnitzt sie die geschnörkelten Füsse oder das stilisierte Blütenmotiv eines Deckelknopfes - das Porzellan darf weder zu feucht noch zu trocken sein. Später wird in stundenlanger, präziser Arbeit das Schlickerdekor - Porzellanflüssigkeit in einer bestimmte Konsistenz - mit einer Pipette auf die Oberflächen gesetzt. Das sei wie Meditation, sagt Barbara Hast, während der sie immer neue Varianten, Strukturen und Muster erfindet. Eins gibt das nächste. Alles Objekte werden mit der gleichen Sorgfalt und dem gleichen Aufwand behandelt, gleich ob es ein Becher, eine ( auch innen dekorierte!) Glöckchendose oder ein größeres Objekt ist. Jedes Stück ist ein Unikat. Leuchtenden Augen bekommt auch, wer diesen Keramiken begegnet. Hier trifft ungebrochene Phantasie auf handwerklicher Perfektion.