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Silvia Chaneva Ideengefässe

Die bulgarische Keramikkünstlerin Silvia Chaneva hat sich in ihren Erkundungen spektakulärer Oberflächen an den Vorblidern der Natur orientiert. Nicht das feine transluzente weiße Porzellan interessiert sie, aber doch die Offerten dieses Materials auszuloten wenn es um differenzierte Oberflächengestaltung geht. Wie Muscheln wirken ihre Bowls, deren mehrschichtige Strukturen das makelose Innen umfangen.
Portrait_silviachaneva__2016www Sivia arbeitet mit eingefärbter Porzellanmasse, die sie in einem aufwendigen Prozess in drei bis vier Schichten in eine Form giesst. Die ausgelöste, ausreichend getrocknete Porzellanform schmirgelt sie mit Sandpapier verschiedener Stärken. Die feinen Schichten werden so wieder abgetragen bis sich eine abstrakte, wie gewachsene Oberflächenstruktur ergibt, deren einzigartige Farbigkeit und Narbigkeit die Schale als attraktives Unikat charakterisiert. Darauf erfolgt der erste Bisquit-Brand und dann der Glasurbrand bei 1200 Grad.
Als Zitate archaischer Ursprünglichkeit faszinieren diese Gefässe, gleichermaßen kostbar, rauh und auf das Ewige, immer Gültige bezogen. Nur die sofort als künstlich zu entlarvende Farbigkeit bricht gekonnt den Effekt, erhebt zur Kunst was so natürlich gewachsen erscheint.

Silvia Chaneva studierte an der Nationalen Kunstakademie in Sofia bei Professor Bojidar Bonchev. Sie ist seit 1996 Mitgiled der bulgarischen Künstler Union, an deren Gruppenausstellungen sie auch in  Österreich, Deutschland, Italien und England teilnahm. Einige Solo-Aussstellungen und Auszeichnungen in Ihrer Heimat Bulgarien sowie Messebeteiligungen in Turin, Italien  und zur Grassimesse in Leipzig schufen viel Aufmerksamkeit und Begeisterung für ihr Werk.