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James Denison-Pender Punktiermanier

Welch ein Luxus! In akribischer Feinarbeit über Wochen und Monate die Illustration eines Gedichtes von Hand auf ein kostbares Kristallglas zu punktieren! James Denison-Pender leistet sich diesen Luxus als einer der wenigen Meister, der diese extrem aufwendige Technik, quasi photorealistische Motive auf Glas zu bringen, noch beherrscht und zu seinem Lebensinhalt gemacht hat. Der Magie seiner zauberhaften Glasbilder kann man sich nicht entziehen.
Portrait_denison-pender James Denison-Pender graviert seit 1967, zunächst als Hobby bevor er 1972 seinen  Job in der Computer-Industrie aufgab und sich ganz als Graveur und Spezialist der Punktiertechnik sebständig machte. Er lebt und arbeitet seither auf dem Lande, zuerst in Cumbria und seit 1993 in Schottland, in der Nähe von Edinburgh. 

Zur Mitte des 18.Jhs. hatte die Kunst des  Punktierstichs, bei der mit einem Diamanten kleinste Punkte anstelle von Linien auf einen Kristallglas-Fläche gesetzt werden, ihren Höhepunkt. Anfang des 19.Jhs. war sie so gut wie vergessen und lebte erst in den 1930er Jahren wieder auf. Unter den Connaisseuren und Sammlern ist James Denison-Pender ein bewunderter Meister, dessen ephemeren Lichtbilder in ihrer Qualität einzigartig sind. Seine Werke reisten mit den renommiertesten Galerien durch England Südafrika und die USA.

Die Bilder werden aus kleinsten Punkten gebildet, deren Dichte, eng oder weiter beienande, die Schattierungen der Darstellung bestimmt. Nur unter starkem Lichteinfall sind die punktierten Bilder überhaupt zu erkennen - sie lösen sich in unbestimmte Schatten auf sobald das Glas aus dem Lichtkegel genommen wird. Mit Vorliebe illustriert Denison-Pender englische Lyrik. Doch auch seine Aufträge, Darstellungen von Häusern, Orten, Situationen, Menschen und Geschichten nach den Wünschen seiner Kunde, setzt er mit Geduld und Leidenschaft um. Sechs Monate erbittet er in der Regel um ein Werk zu vollenden.

Seine Kunst erscheint hoch flüchtig, dann wieder atemberaubend präzise - aus der Zeit gefallen, unfassbar!  Sie steht in einem wirklich krassen Gegensatz zu unserem heutigen Umgang mit der Zeit und der allgemein wenig verbreiteten Wertschätzung perfektionistischer Handarbeit und Gestaltung - und ist damit reine Sinnenfreude und schierer Luxus.