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Frank Meurer Leichte Schwere

Die Glasobjekte von Frank Meurer sind geprägt von dem technischen Interesse des Glasmachers auf der Suche nach einem gelungenen Miteinander subtiler Strukturen mit starken Formen und Farben. Das fortwährende Experiment führt ihn zu einer variationsreichen Breite an Glasobjekten, die so individuell sind wie die Mitglieder einer stetig wachsenden Familie.
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Die Gruppe der Halbschalen basiert auf der geometrischen Form einer Kugel. Sie hat einen Innenüberfang, eine innere Farbschicht, die von Klarglas umfangen ist.

Die Objekte werden am Ende des Formprozesses in Glaspulver gewälzt, das nicht mehr ganz verschmolzen wird.  Oder die weiche Außenhaut des heissen Glases wird mit der Zange gezupft und schliesslich mit dem Sandstrahler satiniert Damit entsteht ein reizvoller Kontrast von glattem Innenleben und körnig rauer oder unebener Außenhaut. Aufpolierte Ränder bzw. Flächendetails steigern diesen und gewähren tiefen Einblick in das Volumen der Objekte. Die geschliffenen Böden der Gefäße setzt Frank Meurer sehr bewusst außerhalb der Mittelachse. So fordert die individuelle Neigung jeden Gefäßes zum Einblick auf und schafft Bewegung - vor allem im Miteinander mehrerer Objekte.

Frank Meurer erhielt seine Ausbildung an der Glasfachschule Zwiesel und arbeitete anschließend in verschiedenen Glashütten. 2003 machte er sich als Mitglied der Werkstattgemeinschaft Hirschenstrasse in Fürth selbständig, übernahm 2005 eine eigene Werkstatt in Munster und heute in Krawitz im Wendland. Er beteiligt sich an vielen Ausstellungen im In- und Ausland und seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet.