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Bomi Lee Cut & Fold

Die materielle Kostbarkeit des Porzellans offenbart sich in den Objekten der Koreanerin Bomi Lee. Seine Transluzenz und Reinheit, seine weiche, frische Haptik offenbart sich in ihren minimalistischen Porzellanstudien, die sie uns zum Gebrauch anempfiehlt.
Portrait_craft2euportrait_bomi_lee „Cut & Fold“ oder „Making Cuts“ nennt sie ihre seriellen Gefässe: Kannen, Becher, Tassen, Schalen, Vasen. In einem nicht enden wollenden Spiel mit Schnitten und Überlappungen entwickelt Bomi Lee funktionale Formen, deren minimale Variation zu immer anderen Ergebnissen führt. Ihre Anmutung erinnert an Papierarbeiten, deren Flächen durch Faltungen in Volumen verwandelt werden.
Bomi Lee verwendet weißes und eingefärbtes Porzellan. In Gußformen aus Gips sichert sie die Grundformen, in die das Porzellan gegossen wird. Im lederharten Zustand werden die Porzellanformen dann durch individuell gesetzte Schnitte und Überlappungen verformt und bei 1280 Grad Celsius gebrannt. Die fertigen Objekte mit matt polierten Aussenflächen offenbaren, im subtilen Spiel mit dem Licht oder mit unseren Händen, eine besondere Ästhetik. Sie beinhaltet eine Konzentration auf das Wesentliche, auf technische Perfektion und Klarheit des Materials. Ihr Gebrauch ist ein besonderes Erlebnis größter Wertschätzung dem Objekt, dem Inhalt und dem Nutzer gegenüber.

Bomi Lee legte die Grundlagen zu ihrer Ausbildung 2003 bis 2006 mit dem B.F.A im Metallhandwerk an der Seoul National University, Korea. Im Jahr 2009 kam sie nach Deutschland und studierte im Bachelor- und darauf folgend bis 2014 im Masterstudiengang Produktdesign im FB Glas und Keramik an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Seit 2015 führt sie ihr eigenes Porzellanstudio BOMI in Berlin. Nicht nur die Begeisterung des Publikums sondern auch ihre beeindruckende Zahl von Ausstellungsbeteilgungen und Auszeichnungen seit 2013 ermutigen Bomi Lee ihre eigene Porzellanlinie konsequent weiter zu entwickeln.